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Aus der Niederlage Kraft schöpfen

Vor dem Spiel war noch alles soweit in Ordnung. Die Spieler beim warmmachen. Foto: Mathias Merk
Vor dem Spiel war noch alles soweit in Ordnung. Die Spieler beim warmmachen. Foto: Mathias Merk

Am gestrigen Freitagabend mussten wir uns den SV Altengamme 2. Herren mit 1:2 geschlagen geben.
Vom Anpfiff weg waren wir tatsächlich mal wieder klar dominierend. Jedenfalls in Puncto Ballbesitz und Spielanteile. Bis zur Pause fand das Geschehen fast nur in der Hälfte der Gäste statt. Gerade in der ersten Viertelstunde fuhren wir ein sehr hohes Tempo, das wir nach gut 25 Minuten allerdings aus schier unerklärlichen Gründen wieder enorm drosselten. Zudem fehlte entweder in unserer Offensive der letzte effektive Pass oder ein schlechter Moment des gegnerischen Torwarts, der sich im Laufe der Partie ein ums andere Mal sehr gut auszeichnete. Wobei man aber auch sagen muss, dass unser Keeper Thorben Joost in der ersten Hälfte ebenfalls mit einer Glanztat einmal richtig gut den Rückstand verhinderte. Das war eine der beiden einzigen Torchancen der Gegner, die sie sich bis zur Halbzeit herausarbeiten konnten. Was unsere Leistung bis zum Pausentee anging, kann man dies wohl so formulieren, dass wir Schwierigkeiten hatten, gegen die gewisse Cleverness des SVA II anzukommen.

Nach dem Wiederanpfiff begannen wir erneut sehr stark, was zunächst jedoch nicht all zu lange anhielt. Dennoch hätte es in der 49. Minute im gegnerischen Kasten klingeln können, wenn nicht sogar müssen. Doch auch bei dieser Dreifach-Chance brachten wir den Ball nicht am Schlussmann oder der Abwehr vorbei. Das schafften die Kicker vom Gammer Weg nach einer guten Stunde leider umso besser. Getreu dem Motto: "Wer seine Chancen nicht nutzt, kassiert den Gegentreffer", gerieten wir ganz bitter mit 0:1 ins Hintertreffen. Dennoch gaben wir nicht auf und versuchten alles, um darauf zu antworten. Viele Chancen wurden entweder gänzlich liegengelassen oder der Ball verfehlte nur knapp sein Ziel. Es sollte an diesem Abend einfach nicht sein. .... DOCH! Und zwar in der 83. Minute. Wir waren wieder da. Wir glichen aus. GEIL! Ein von Emre Kahyaoglu getretener Freistoß landete punktgenau auf dem Kopf von Dave Fehlandt, der zum Ausgleich einschädelte. Die Freude war Riesig und der Siegeswillen sofort noch größer als zuvor. Allerdings kam es direkt nach unserem 1:1 zu einer Szene zwischen dem Altengamme II-Keeper und unserem Mike Meyer. Beim Versuch sich den Ball zu holen, damit die Partie schnell fortgeführt und eventuell noch ein weiterer Treffer nachgelegt werden konnte, kam es zu Unstimmigkeiten. Der Schiedsrichter will dabei eine Tätlichkeit erkannt haben und stellte Meyer mit der roten Karte vom Platz. Sehr zur Verwunderung (fast) aller umherstehenden Menschen und des Spielers selbst.

Trotzdem war die Begegnung noch nicht abgeschrieben. Auch nicht in Unterzahl. Die Uhr gab uns noch genügend Puffer, um eventuell doch mehr aus dem Spiel zu holen. Allerdings eben dann wirklich nicht mehr an diesem Abend. Dafür klappte in unseren Reihen einfach zu wenig. Stattdessen nutzten die Gäste eine Unachtsamkeit, konterten geschickt und lochten kurz vor Schluss tatsächlich noch zum 2:1 ein (89.). Dabei blieb es dann und wir mussten unsere dritte Saisonniederlage hinnehmen.

Der Schreck war selbstverständlich riesig. Und auch die Gemütslage aller Beteiligten aus und für Oststeinbek war natürlich nicht die Beste. Aber nun gilt es, die Fehler zu erkennen, daran zu arbeiten und es das nächste Mal besser zu machen. Denn wir haben ein Ziel. Und deshalb lassen wir uns von so einem Ausrutscher nicht hängen. Alle gemeinsam für den Aufstieg!

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