· 

„Taka-Doppelpacker“ – Pflichtaufgabe erfüllt

Daniel "Taka" Otremba netzte doppelt. Foto: Mathias Merk
Daniel "Taka" Otremba netzte doppelt. Foto: Mathias Merk

 

Wir reisten mit dem Gedanken nach Hamwarde, dass unsere Jungs dort eine Pflichtaufgabe erfüllen mussten, was nichts Anderes als ein Auswärtssieg bedeutete. Dieser Gedanke entstand allerdings nicht daraus, dass wir den Gegner auf die leichte Schulter nahmen. Es hatte einzig mit unserem großen „Aufstiegsziel“ zu tun. Doch um Dem näher zu kommen, musste sich die Truppe konzentrieren.

 

Das was über 90 Minuten auf dem Feld geschah, ist dann schnell und einfach erzählt: Es gab nicht viele Auffälligkeiten. Die Partie wurde von uns recht einseitig geführt. Der SV Hamwarde zeigte insgesamt nur fünf Angriffe, die es wert waren, auf dem Notizblock zu landen. Das bedeutete, dass es im Schnitt 18 Minuten bis zum nächsten Vorstoß dauerte. Nicht gerade viel. Was das anging, hatten wir schon häufiger den Torschrei auf den Lippen. Nur leider gingen wir viel zu fahrig mit den Chancen um. Zu häufig fehlte einfach nur der letzte Pass, der richtige Laufweg in die Box oder eine letzte, beherzte Flanke. Ob es am Rasen lag, der zuvor nur in einem der Strafräume gemäht wurde, sodass man auf dem restlichen Platz hätte Blümchen pflücken können? Oder lag es vielleicht an der Hitze? Whatever! Letztlich hat die Mannschaft eine gute, geschlossene Leistung gezeigt. Und das war es, was uns am Ende drei Punkte brachte. Ob wir jetzt mit einem oder mit zehn Toren Unterschied gewinnen, ist schließlich auch egal. Die drei Punkte sind das Wichtigste! Und als kleines Bonbon haben wir wieder einmal ohne Gegentreffer die Partie beendet. 

 

Der Rasenplatz wirkte auf den ersten Blick eng und recht klein. Deshalb konnte davon ausgegangen werden, dass sich nicht allzu weite Laufwege ergeben würden. Dies war allerdings phasenweise anders. Dadurch, dass die Gastgeber im Mittelfeld oftmals nicht gut geordnet standen, ergaben sich für unsere „Men in Black“ große Räume, um doch einige Meter zu machen, damit immer wieder ein nächstes Offensivspiel vorangetrieben werden konnte. Unfassbar wieviel dabei zum Beispiel Maximilian Grünberg gelaufen ist, der sich auf der rechten Seite immer wieder in der eigenen Hälfte den Ball erkämpfte, um anschließend das Leder nach vorne zu treiben, in dem er ein ums andere mal die Seitenlinie rauf und runter marschiert ist. Hätte man die Kilometerzahl gezählt, wäre Maxi dabei garantiert in den Bereich eines Bundesligaspielers gekommen. Den ersten Treffer bereitete jedoch der andere Maximilian vor. Dabei behauptete sich Kochsiek sehr gut gegen den Gegner und legte final mit Übersicht quer auf Daniel „Taka“ Otremba, der deshalb in der 28. Minute keine Mühe hatte, die Pille ins Netz zu schießen. Mit dieser 1:0-Führung gingen wir in die Halbzeit. Neben den beiden „Maxis“ und „Taka“ gab es aber noch Jemanden, der in dieser Partie sehr auffällig war: Innenverteidiger Revin Köksal. Einfach toll wie „Revo“ immer wieder aufflammende Vorstöße der Hausherren im Keim erstickte. Egal ob der Ball flach über das Grün rollte oder Köksal die Luftduelle für sich entschied. Es gab gegen unseren Abräumer einfach kein Mittel, um an ihm so vorbei zu kommen, dass es hätte auch nur ansatzweise gefährlich werden können. Es war scheinbar sein Spiel und sein Tag. Und genau dafür belohnte sich Köksal in der 52. Minute selbst, als er eine Ecke von Danny Qasem wuchtig in die Maschen schädelte, was ein „Zwei-Tore-Vorsprung-Ruhepolster“ für uns bedeutete.

 

Sechs Zeigerumdrehungen später kam Nicklas „Müller“ Frers für Chris Meier in die Partie, der die Position im offensiven Mittelfeld eins zu eins übernahm. Und das machte er sehr gut. Denn es waren nach seiner Einwechslung gerade einmal 163 Sekunden auf der Uhr runter, als Frers mit viel Gefühl und Augenmaß die Abwehr überlupfte und somit das Leder genau in den Laufweg von Otremba beförderte. Ein toller Pass. Und das belohnte Otremba natürlich in seiner unnachahmlichen Torjägerart, indem er zu unserer 3:0-Führung einnetzte. Damit war das Spiel gelaufen. Kurze Zeit später durfte sich der Doppelpacker dann auf die Bank setzen, um sich auszuruhen. Für ihn kam Fotis Andreou ins Spiel. Und auch Necati Kayahan durfte in der letzten Viertelstunde noch einmal für Tomas Krupowicz auf das Feld. Alle spielten miteinander so gut, dass niemals etwas anzubrennen schien. Deshalb gingen wir nach 93 Minuten als völlig verdiente Sieger vom Platz. Eine kleine Randerscheinung: In der Nachspielzeit sah Hamza Mokeddem die Ampelkarte. Dabei soll der Schiedsrichter-Assistent Worte unseres Mittelfeldakteurs wahrgenommen haben, die er auf sich bezog und informierte den Unparteiischen. Da Mokeddem bereits mit gelb verwarnt wurde, hatte dies den Platzverweis zur Folge. Dass er sich aber mit seinem eigenen Mitspieler austauschte und den Assistenten überhaupt nicht im Sinn hatte, war in dem Moment egal. Naja…aber auch für das Spiel ist es egal gewesen. Denn dies war die letzte (nicht nachvollziehbare) Aktion und wir hatten die drei Punkte im Sack. Pflichtaufgabe erfüllt! Jetzt gilt es: Heiß werden auf das kommende Spitzenspiel, wenn wir am Freitag den MSV Hamburg auf unserer Anlage begrüßen dürfen.