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Müde aber nicht willenlos – knapper OSV-Sieg im ersten Test

Youssef Sbou setzte viele gute Akzente in der Offensive Foto: Mathias Merk
Youssef Sbou setzte viele gute Akzente in der Offensive Foto: Mathias Merk

 

In der laufenden Sommervorbereitung wurde den Spielern bis jetzt schon eine ganze Menge abverlangt. Nur einen freien Tag gab es seit einer Woche und dennoch zog das Team eindrucksvoll mit. Inklusive des sehr intensiven Trainingslagers in Lütjensee, das am Sonntag erst zu Ende ging. Dass dann auch mal die Beine schwer und die Muskeln schlapp sein können ist nur all zu verständlich. Deshalb sollte und kann vor allem auch das erste Testspiel gegen den Kreisligisten SC Teutonia 10 nicht zu hoch gewertet werden. Dennoch fielen eine ganze Menge Tore. Dies jedoch auf beiden Seiten…

 

In den Anfangsminuten zeigte sich das neu formierte Team mit den Zugängen Morad, Youssef und Youness Sbou, Alexander Fernandes, Adrian Voigt sowie Jan Philip Oeser in der Startformation sehr spielfreudig. Teilweise kreierte die Mannschaft in dieser frühen Phase Großchancen am Fließband. Doch dann fuhren die Gäste einen Konter, der nach sieben Zeigerumdrehungen reichte, um in Führung zu gehen. Durch diesen Rückstand gerieten unsere Männer zwar einige Zeit ins Stocken, doch trotz der müden Knochen fing sich die Truppe im Laufe der ersten Halbzeit wieder, wodurch sie nicht nur ihr Offensivspiel wiedererlangte, sondern das Spiel auch noch vor dem Pausentee drehte. Einen Freistoß aus 19 Metern nutzte Schlitzohr Marcel Meyer und glich damit zum 1:1 aus (39.). Dabei träumten die Gäste etwas, als der Schiedsrichter laut und deutlich zu verstehen gab, dass der Ball freigeben sei. Jedoch stellte der Teutonen-Keeper seelenruhig weiter seine Mauer auf, was Meyer eiskalt ausnutzte und somit neben den rechten Pfosten ins Netz traf, während sich der Torwart noch am anderen Pfeiler befand, um seine Vordermänner zu dirigieren. Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf dann auch noch Adrian Voigt, nach Vorarbeit von Marcel Meyer, per wunderschöner Direktabnahme zur 2:1-Führung (44.). Marke: „Den kann man mal so machen“.

Revin Köksal war eines der "alten Hasen". Foto: Mathias Merk
Revin Köksal war eines der "alten Hasen". Foto: Mathias Merk

Zum Wiederanpfiff tauschte der Trainer das Team kräftig durch, worauf sich ein paar Spieler scheinbar noch einstellen mussten, dafür dann aber zu lange brauchten. Denn bereits nach 73 Sekunden glich Teutonia 10 erneut aus. Allerdings zeigten sich unsere „Men in Black“ geduldig. Mit einem tollen Zuspiel in die Gasse bediente der stark aufspielende Youssef Sbou den mittlerweile eingewechselten Nicklas Frers, der dem wirklich völlig überzeugenden Gästekeeper in dieser Szene keine Chance ließ und sein Team abermals in Führung schoss. Jedoch dauerte auch diese Freude nicht lange, denn keine vier Zeigerumdrehungen später stand es schon wieder Unentschieden. Mittlerweile war auf der Anzeigentafel ein 3:3 zu erkennen. Doch den Schlussstrich setzte OSV-Jungspund Fotis Andreou, dem in der 88. Minute der 4:3 Siegtreffer gelang.

 

Insgesamt war diese Partie kein „Leckerbissen“, auch wenn viele Buden geknipst wurden. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Erstens fanden wir ein stark verändertes Team im Vergleich zur gerade abgelaufenen Saison vor, zweitens ackerten und schufteten diese Teufelskerle sportlich eine Woche fast komplett durch und drittens hatte der gegnerische Keeper entweder einen Sahnetag oder er ist immer so gut. Zudem war dieser erste Test hauptsächlich dafür da, dass die Neuverpflichtungen auch spielerisch in die Mannschaft finden und alle miteinander den ersten Schritt zu einer guten Harmonisierung gehen sollten. Somit wurde der Sinn erfüllt und deshalb war es dann letztlich ein angenehmer Abend mit einem knappen Sieg und einer erfolgreichen Annäherung beziehungsweise Einstimmung untereinander.