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Unsere Gegendarstellung zu den Vorwürfen nach dem Pokalspiel gegen den ASV Hamburg

 

Eigentlich wollten wir uns gar nicht mehr groß zu den Vorfällen vom Pokalspiel vergangenen Dienstag beim ASV Hamburg äußern. Doch durch die völlig überzogene und, wie er selbst sagte, „emotional getriebene Aussage“ von Mohet W., der Trainer des Afghanischen Sport Vereins Hamburg ist, entstand in den letzten Tagen uns gegenüber eine so negative Reaktion in der Öffentlichkeit, dass wir nun doch noch eine Gegendarstellung bringen, da es leider einfach von Nöten ist.

 

Zum Spiel: In der Pokalpartie der dritten Runde trafen zwei Mannschaften aufeinander, die beide eine sehr hohe Qualität besitzen. Auch deshalb war es schon interessant, zu sehen, wer am Ende die vierte Runde des ODDSET-Pokals erreichen würde. Es sollte ein „Duell auf Augenhöhe“ werden, so wie es die meisten Menschen zuvor annahmen. Mohet W. sagte in einem Interview auf FussiFreunde.de, dass er davon ausgehe, dass das ein „offener Schlagabtausch“ wird. Doch dann fing das Spiel an, in dem unsere Mannschaft den Gastgebern von der ersten Minute an den Schneid abkaufte. Phasenweise bissen wir uns in der gegnerischen Hälfte sogar fest. Und das gegen die Elf, die bisher völlig zurecht in der Bezirksliga Ost auf dem ersten Platz steht, wohingegen wir bisher den dritten Rang inne haben. Doch in dem Aufeinandertreffen gegen unser Team sahen sie keine Lösungen. Lediglich eine große Chance, in der Schlussphase, konnten sie verbuchen, während wir immer wieder anrannten, Chancen erarbeiteten und am Ende hochverdient das Match mit 4:0 für uns entschieden. Es schien allerdings so, dass nicht jeder ASV-Kicker damit zurechtkam.

 

Denn schon während des Ablaufs kam es teilweise zu unschönen Szenen. Uns wird von der Öffentlichkeit vorgeworfen, dass wir schon früh an einer Rudelbildung beteiligt waren, in einer Szene, in der wir einen Freistoß aus guter Position zugesprochen bekamen. Übrigens auf der ganz anderen Seite des Feldes. Wieso also sollten wir da unnötig etwas provozieren? Im Anschluss daran bekam auch keiner von unseren Akteuren eine gelbe Karte, sondern lediglich ein Kicker der Gastgeber und das zurecht. Dieser Spieler war dann auch bis zu seiner Auswechslung in der 74. Minute DER aggressive Faktor auf dem Platz, von dem alles ausging. Fortwährend beleidigte und bedrohte er nicht nur unsere Männer, sondern auch deren Familien. Diese Art nahm im weiteren Verlauf solche Ausmaße an, dass einem von uns sogar ins Gesicht gespuckt wurde. In der Halbzeit, auf dem Weg in die Kabine, wollte sich dieser Akteur dann sogar unserem Trainer gegenüberstellen, der sich aber darauf gar nicht erst einließ. Nach dieser Aktion in der Pause war uns klar, dass definitiv zu viel Aggressionen von diesem Spieler des ASV Hamburg ausgingen, weshalb sogar unser Liga-Obmann Michael Baaß es für sicherer hielt, die Polizei hinzuzuziehen, damit unsere Mannschaft nach der Partie sicher heimreisen kann. Die Polizei rückte auf unseren Wunsch hin noch während der zweiten Halbzeit an, verließ die Anlage jedoch kurz vor dem Abpfiff wieder, was jedoch nicht so gut war. Denn als einer unserer Spieler auf den Parkplatz in Richtung Auto ging, um nach Hause zu kommen, wurde er von sechs!!! Kerlen umzingelt, die ihn beiseite ziehen wollten. Diese Typen waren teilweise Kicker eines anderen Hamburger Teams, aber viel wichtiger: Freunde des zuvor genannten, sehr auffällig aggressiven Spielers des ASV Hamburg. Die mutige Mutter unseres Keepers Thorben Joost sah das und fing laut an zu schreien, um unserem Spieler zu helfen. Die Bevölkerung ruft immer nach couragierten Menschen. Aber Mohet W. kritisierte es der Presse gegenüber sogar mit den Worten: „Diese ständigen Provokationen – in dem Fall sogar von einer Spielermutter – sind einfach nur traurig.“ Wir fragen uns: Was genau ist da traurig? Der tolle und hilfsbereite Auftritt dieser Frau oder das Statement des ASV-Trainers? Da kann sich Jeder seine eigene Meinung bilden. Weiter sagte dieser Coach gegenüber der Medienvertretern, dass der Oststeinbeker SV „sich schämen“ sollte und, dass unser Verhalten „asozial“ sei. Damit meinte er, dass wir schon während des Spiel beleidigt und gespuckt hätten. Er verdrehte Tatsachen. All das, was vor allem sein aggressiver Akteur machte, sollte jetzt unsere Mannschaft gewesen sein. Nur mal nebenbei erwähnt: Weshalb haben wir denn das Team des ASV Hamburg spielerisch hauptsächlich in deren Hälfte gedrängt und sie nicht zum Zug kommen lassen? Bestimmt nicht, weil wir uns damit beschäftigten, die Gegenspieler zu beleidigen. Wir haben nämlich Fußball gespielt. Und das richtig gut. Jeder der da war, hat das gesehen. Und unsere Mannschaft wäre sicher nicht so überlegen gewesen, wenn sie sich auf Pöbeleien für den Gegner konzentriert hätten. Umgekehrt gab es aber eine Mannschaft, die eben sportlich nicht gut auftrat. Der Grund könnte jetzt für Jeden auf der Hand liegen. 

Die Öffentliche Entschuldigung der ASV Hamburg Trainers.
Die Öffentliche Entschuldigung der ASV Hamburg Trainers.

 

Wir schauen jetzt weiter nach vorne

 

Diese ganze Geschichte hat einen echt faden Beigeschmack für uns: In unserem ersten Aufeinandertreffen gegen den Meiendorfer SV in der ersten Pokalrunde, ging es damals wirklich von beiden Seiten aggressiv hoch her. Doch danach, zu Beginn der Saison, verlangten unsere Trainer von der Mannschaft, dass sie so niemals mehr auftreten sollten. Und sie taten es nicht mehr. Betrachtet man die bisherige Fairnesstabelle, sieht man uns auf einem sehr guten, siebten Platz. Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, könnten wir da sogar in zwei Wochen auf den vierten oder gar dritten Platz hochrutschen. Es hat sich nichts mehr zugetragen. Unsere Mannschaft glänzte durch ihre Qualität, ihre ausgezeichnete sportliche Leistung und ihre Leidenschaft. Und eben nicht durch Pöbeleien, Aggessivität oder was uns seit Dienstag sonst noch vorgeworfen wird. Nur weil wir sehr hart angegangen wurden, fällt nun wieder der Name des Vereins. Dabei scheint es egal zu sein, ob wir Schuld an etwas haben oder nicht. Doch wir lassen uns davon nicht unterkriegen. Die Mannschaft wird weiter, genauso wie vorher, ihre Topleistung abrufen und sich nicht davon stören lassen, dass wohl Jemand nicht damit klarkam, dass wir so erfolgreich auftreten können.

 

Im Übrigen hat sich Mohet W., der sich im sozialen Netzwerk „Mo Guardiola“ nennt, einen Tag danach für seine Aussagen in Richtung des OSV entschuldigt. Die Aussagen seien aus seinen Emotionen heraus entstanden und er müsse „leider“ mehr mit seinen Spielern ins Gericht gehen, was er nun auch tun möchte. Diesen Kommentar hängen wir hier noch mal an. Damit es vielleicht auch beachtet wird, dass der Trainer seinen „Schrei in den Abendhimmel“ wieder relativieren wollte. Schön und gut. Eine Welle trat er dennoch damit los. Und zwar eine unfaire und ungerechtfertigte Welle. Bestätigt fühlen wir uns auch dahingehend, dass wir in den letzten Tagen einige Nachrichten und Anrufe von am Dienstag anwesenden Zuschauern bekamen, die weder zum einen noch zum anderen Verein gehörten, die uns aber beipflichteten, dass sie all das, was vor allem von diesem einen ASV-Spieler kam, genauso war und, dass wir uns nichts vorzuwerfen haben. Genauso sehen wir das auch. Was diese während und nach der Partie aufgekommenen Ausmaße betraf, haben wir uns tatsächlich nichts vorzuwerfen.

 

Nochmal zusammengefasst: Einer unserer Spieler wurde vor aller, auch Zuschauer, Augen angespuckt (andersherum wollten es irgendwie nur ASV-Angehörige gesehen haben), der in diesem Text mehrfach erwähnte ASV-Spieler hat teilweise so laut beleidigt und bedroht, dass es ebenfalls von anwesenden Zuschauern vernommen werden konnte, selbst unserem Trainer wollte er sich in der Halbzeitpause entgegenstellen (was auch genug Menschen sahen), die Polizei haben WIR zum Schutze hinzugezogen und nach der Partie wurde ein OSV-Spieler von sechs Kerlen angegangen, bis eine Couragierte Spielermutter unsererseits eingriff. Nun denn: Jeder kann seine eigene Meinung haben. Aber mehr brauchen wir dazu wohl nicht sagen. Die Entschuldigung des gegnerischen Trainers, für seine Aussagen, kommen schließlich auch nicht von ungefähr.

 

So viel nun dazu. Was unsere Mannschaft angeht, so werden wir uns weiter auf den Spielbetrieb konzentrieren. Denn es ist nun auch klar, dass wir weiterhin erfolgreich sein wollen. Und darauf liegt nun der ganze Fokus. Die Freude auf die restliche Saison ist bei jedem unserer Kicker enorm groß. Und egal, ob das die Sportliche Topleistung oder der echt gute Platz in der Fairnesstabelle ist: Bei allem wird so weitergemacht, wie bisher. Denn wir haben Bock auf Fußball und wir haben Lust, tolle Spiele zu bestreiten, um eben weiter erfolgreich sein zu können.