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Das „magische Dreieck“ schießt Börnsen ab

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schmissen die Fans schwarz-rote Schnipsel in die Luft. Foto: Mathias Reß
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schmissen die Fans schwarz-rote Schnipsel in die Luft. Foto: Mathias Reß

 

Erst einen Spieltag vorher patzte der SV Börnsen beim SC Eilbek, was wir auszunutzen wussten, indem wir in Glinde unsere Hausaufgaben machten und das erste Mal, während der laufenden Saison, in der Tabelle vor den SVB kletterten. Nun kam es fünf Tage später zu einem direkten Aufeinandertreffen. Uns war klar: Sollten wir es schaffen, das Topspiel zu gewinnen, könnten wir zumindest schon mal einen kleinen Abstand zu unseren Verfolgern aufbauen, und wären zumindest für zwei Nächte mal Tabellenführer der Bezirksliga Ost. Dass es am Ende dank eines „magischen Dreiecks“ eine ganz klare Sache werden würde, damit war nicht wirklich zu rechnen. Auch nicht während der ersten halben Stunde.

Marcel Meyer (am Ball) war nicht aufzuhalten. Foto: Maurice Herzog
Marcel Meyer (am Ball) war nicht aufzuhalten. Foto: Maurice Herzog

 

Die Gäste aus Börnsen standen nicht zu Unrecht auf den vordersten Plätzen Klassements. Mit sehr guten Leistungen wussten sie in der Vergangenheit ein ums andere Mal durchaus zu überzeugen. Wir sollten also gewarnt sein, was allerdings nicht viel brachte, da die Jungs von der „Hamfield Road“ in der ersten halben Stunde ihre Qualitäten abrufen konnten und es unserer Mannschaft auf dem Platz ziemlich schwer machten. Dabei hätten sie sogar mindestens zweimal in Führung gehen können, scheiterten aber an bärenstarken Reaktionen unseres Keepers Thorben Joost oder verfehlten das Ziel nur knapp. Doch dann kam unser „Türöffner“, wie es Co-Trainer Alexander Kaya bezeichnete. In der 31. Minute brachte uns Adrian Voigt mit einem Kopfball in den rechten Winkel mit 1:0 in Führung. Das war dann auch tatsächlich der Startschuss dafür, dass unsere Truppe fortan ihr Spiel aufzog.

 

Aus der Gemeinschaft heraus war unsere Truppe nun nicht mehr aufzuhalten. Dabei gab es aber auch wieder einzelne Spieler, die sich erneut durch ihre hervorragenden Leistungen auszeichneten. Unter anderem waren das Adrian Voigt, Marcel Meyer und Youssef Sbou, die Alexander Kaya oftmals an das „damalige magische Dreieck Bobic, Balakov und Elber“ erinnern, wie er nach dem Abpfiff der Presse verriet. Vor allem Meyer war so gut drauf, dass er an diesem Abend unter anderem drei Buden direkt vorbereitete. Doch während es Spieler gibt, die die finalen Pässe auflegen, muss es auch Welche geben, die die Dinger dann ins Netz hauen. Dafür zeigte sich hauptsächlich Youssef Sbou verantwortlich, der, allerdings mit einer Halbzeitpausen-Unterbrechung, einen schönen Hattrick hinlegte. In der 39. Minute traf der offensive Wirbelwind mit einem Schuss aus der zweiten Reihe an den rechten Innenpfosten, von wo das Leder zum 2:0 ins Netz flog. 

Youssef Sbou markierte insgesamt drei Treffer. Foto: Maurice Herzog
Youssef Sbou markierte insgesamt drei Treffer. Foto: Maurice Herzog

Noch vier Tore in der zweiten Halbzeit

 

 

Anschließend setzte Y. Sbou das Tore schießen, wie bereits erwähnt, erst nach dem Seitenwechsel fort. Und das immer begleitet von einer wieder mal phantastischen Stimmung auf unserer Anlage. Zu Beginn der zweiten Halbzeit postierte sich ein Teil der Fans (unsere Ultras Prostbek) auf dem Wall, um gleichzeitig eine Menge schwarz-roter Schnipsel in die Höhe zu schmeißen, was ein tollen Bild ergab, bevor sie mit ihrem starken Support fortfuhren. Apropos weitermachen: Auch Youssef Sbou machte damit weiter, womit er ein paar Zeigerumdrehung vor dem Pausentee aufhörte. In der 52. und 65. Minute gelangen ihm zwei weitere Treffer, womit er den Zwischenstand auf 4:0 hochschraubte. Im Anschluss daran machte er Platz für Nicklas Frers und setzte sich auf die Bank. Kurz zuvor kam bereits schon Danny Qasem für Adrian Voigt zum Einsatz. Diesen rechtfertigte er dann in der 71. Minute, als auch er noch traf und auf 5:0 erhöhte. Vorausgegangen war ein Spielzug „deluxe“: Mit schönem „One-touch-Fußball“ ging es sehr schnell durch das Mittelfeld hindurch, bis Marcel Meyer den Ball mustergültig in die Gasse gesteckt bekam. Völlig freistehend tauchte „Celly“ vor dem Keeper auf. Doch statt selbst abzuschließen, sah der Spielmacher den besser postierten Teamkameraden und passte quer auf Qasem, der dann mühelos einnetzen durfte.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir in der laufenden Saison auf unserem eigenen Platz nun ein Torverhältnis von 24:0, was bedeutete, dass wir bisher in Oststeinbek noch keinen Gegentreffer kassierten. Doch das sollte sich in dieser Partie leider ändern. Denn die Gäste kamen in der 79. Minute tatsächlich noch zum Ehrentreffer. Das machte aber nichts. So gewannen wir das Topspiel gegen den Tabellendritten sehr deutlich und verdient mit 5:1 und eroberten zumindest erst mal bis Sonntag den ersten Platz. Nun freuen wir uns schon auf die nächste Partie, die am kommenden Sonntag beim SC Eilbek um 10:45 Uhr an der Fichtestraße stattfindet. Das wird ebenfalls ein Spiel gegen eine starke Mannschaft. Auch dort kann man von einem hohen Unterhaltungswert ausgehen. Mit hoffentlich dem besseren Ausgang für unser Team.