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Zehnmonatige SCE-Serie gestoppt und lecker die Tabellenführung geholt

Freude bei den Spielern. Verdient erreichten sie einen klaren Sieg. Foto: Mathias Reß
Freude bei den Spielern. Verdient erreichten sie einen klaren Sieg. Foto: Mathias Reß

 

Ein gemeinsames Frühstück bei bester Laune, eine frühe Anstoßzeit, ein überlegen geführtes Spiel und ein verdienter Sieg mit dem Ende einer tollen Serie sind die Fakten der heutigen Begegnung unseres Oststeinbeker SV beim SC Eilbek. Zwischendurch verloren wir zwar mal etwas unsere Ordnung, aber nicht die gänzliche Dominanz. Dabei stach ein Interims-Innenverteidiger besonders heraus, Marcel Meyer sammelte weiterhin fleißig Scorerpunkte, ein Neuzugang gab seine erste Torvorlage und wir freuen uns darüber, momentan der neue Spitzenreiter sein zu dürfen.

 

Als der derzeitige Coach des SC Eilbek, Kerem Y., noch vor ein paar Jahren als Co-Trainer mit dem damaligen SCE-Übungsleiter Peter V. im Vereinshaus saß und beide dem Onlineportal „FussiFreunde.de“ ein Interview gaben, sagten sie, dass ihnen vor allem, neben ihrem Grandplatz, auch die frühe Anstoßzeit gut in die Karten Spielen würde. „Die Gegner kommen am Sonntagmorgen müde zu uns, wenn wir fit sind, weil wir es kennen. Deshalb haben wir bei Heimspielen größere Chancen, sie zu schlagen“. Das war für Peter V. damals unter anderem einer ihrer Schlüssel zum Erfolg. Denn seit Jahren Spielt das Team aus Eilbek in der Bezirksliga eine sehr gute Rolle, was natürlich auch mit ihren Heimsiegen zu tun hatte. Nur wenige Monate später, nach besagter Unterhaltung, übernahm Kerem Y. die Rolle des Cheftrainers und führte die gute Arbeit weiterhin fort. Vor allem auf dem heimischen Platz, der seit dieser Saison übrigens einen Kunstrasen hat, blieb die Truppe des jungen Trainers eine Macht. Was die wenigsten vor dem heutigen Duell gegen unseren Oststeinbeker SV wussten: Die Mannschaft des SCE hatte bis zum Spiel gegen unsere Mannen eine tolle Serie. Denn die letzte Heimniederlage an der Fichtestraße war tatsächlich am 05. November 2017. Über zehn Monate ist es her, dass die Eilbeker zuhause Punkte liegenließen. Eben bis zum heutigen Tage. 

Deniz Herber erzielte einen Doppelpack. Foto: Mathias Reß
Deniz Herber erzielte einen Doppelpack. Foto: Mathias Reß

Mit einem Unentschieden in die Pause

 

 

Die frühe Anstoßzeit störte es uns ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Wir trafen uns nämlich mit alle Mann schon viel früher, um zusammen in den Tag zu starten. Bei einem gemeinsamen Frühstück im Billstedter „Schweinske“ wurde sich bereits weit vor der Partie mit guter Laune und leckerem Essen auf die Begegnung eingestimmt. Ein frischgepresster Orangensaft für die Einen oder ein schmackhafter Espresso für die Anderen gab dann noch den letzten Schub für die sowieso schon sehr hohe Motivation. Jedem klar war: Sollte das Ding gewonnen werden, sind wir, aufgrund der Niederlage des ASV Hamburg in Börnsen, das erste Mal Tabellenführer der Bezirksliga Ost. So fuhren wir gestärkt und voller Vorfreude nach dem Schmaus in einer Autokolonne nach Eilbek rüber. Dort angekommen, war sogar noch ein bisschen Zeit, die sich unser Trainer nahm, um in der Wohngegend rund um den Platz an der Fichtestraße, einen Spaziergang mit der gesamten Mannschaft zu machen, um dann ganz entspannt aber auch absolut fokussiert auf den Platz zu gehen.

 

Wir waren also sehr gut vorbereitet, wach und zu hundert Prozent konzentriert. Das zeigte sich dann auch direkt nach dem Anpfiff. Sofort übernahmen wir die Dominanz auf dem Feld. Hauptsächlich fand das Geschehen in der Hälfte der Hausherren statt, weil wir es verstanden, die Gastgeber schon früh unter Druck zu setzen. Alleine in der ersten Viertelstunde hatten wir durch Youssef Sbou, Deniz Herber und zweimal Marcel Meyer vier Großchancen, bei denen der Ball aber entweder im letzten Moment abgefälscht wurde, gegen den Pfosten knallte oder der Schlussmann glänzend parierte. Doch dann war es soweit. Nach einer Ecke von unserem Neuzugang Miguel Gimeno stieg Herber empor und köpfte zur 1:0 Auswärtsführung ein (19.). Der Ball schaffte es also doch noch ins Netz. Und das hochverdient auf der richtigen Seite. Kurz darauf musste der Eilbeker Schlussmann sogar noch mal eine sehr sehenswerte Parate auspacken, als er einen Freistoß von Youssef Sbou mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenkte. Aber dann kam auch etwas Bewegung vor unserem Kasten zustande, weil wir uns dazu verleiten ließen, generell viel zu hoch zu stehen. So kam es, dass auch unser Keeper Thorben Joost zweimal seine Klasse unter Beweis stellen musste. Doch gegen den dann folgenden Ausgleichstreffer konnte auch er nichts machen. Ein Eckball von rechts flog mit viel Effet genau vor das Tor, wo ein Eilbeker Stürmer mit seiner Fußspitze in einem Gestochere um die Pille final am besten ans Leder kam und es aus zwei Metern in die Maschen drosch (29.).  Das bedeutete nicht nur die Gleichstellung des Zwischenergebnisses, sondern auch eine von uns aufkommende Unsicherheit, durch die wir bis zur Pause etwas unsere Ordnung verloren. Einen weiteren Treffer sollte es bis zum Seitenwechsel aber nicht mehr geben.

Marcel Meyer (re.) steuerte einen Treffer und zwei Assists bei. Foto: Mathias Reß
Marcel Meyer (re.) steuerte einen Treffer und zwei Assists bei. Foto: Mathias Reß

Zum Ende wurde es eine klare Angelegenheit

 

 

Auch nach dem Wiederanpfiff beschäftigten wir uns erst zu sehr damit, die Schwachstellen der eigenen Mitspieler zu kritisieren, statt sie selbst mit aufzufangen. Unser ganzes Spiel wurde unruhig und phasenweise etwas hektisch. Aber unsere spielerische Überlegenheit behielten wir dennoch bei. Deshalb kam es, wie es verdientermaßen kommen musste: In der 69. Minute gelang Herber, der in dieser Partie als Innenverteidiger eingesetzt war, sein zweiter Treffer, als er mit einem Traumpass aus der eigenen Hälfte heraus von Meyer mustergültig geschickt wurde. Sein Verfolger versuchte ihn mit allen Mitteln zu stoppen, doch Herber geriet nicht mal ins Straucheln, behielt die Nerven und netzte zur erneuten Führung ein. Die letzten beiden Treffer gingen dann Schlag auf Schlag: Erst erhöhte Marcel Meyer, nachdem Maximilian Grünberg wortwörtlich wirklich nur durch ein klares Foul im Strafraum zu stoppen war, per Foulelfmeter auf 3:1 (79.) bevor nicht mal eine Minute später der eingewechselte Nicklas Frers von Meyer, der damit neben seinem Treffer auch seinen zweiten Assist verzeichnete, den Ball abgelegt bekam und in „Arijen Robben Manier“ mit dem linken Fuß, von rechts, in den linken Winkel traf. Dieses 4:1 aus OSV-Sicht war dann auch gleich der Endstand. Eilbek wirkte geschlagen und wir brachten eine weitere Großchance wieder nicht über die Linie. Aber das war dann auch sowas von egal. Denn wir hatten einen deutlichen Erfolg bei einem Gegner, der auf seinem Platz kaum zu bezwingen ist und auch die Tabellenführung war ab sofort die Unsere. Deshalb gab es anschließend genug Grund zur Freude, was die Mannschaft im Siegerkreis dann auch lauthals in die Wohnsiedlung Eilbeks rief.