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ATSV vs. OSV: Zwei starke Teams sorgen für Spannung bis zum Schluss

Marcel Meyer (Nr. 10)  im Angriff. Foto: Mathias Reß
Marcel Meyer (Nr. 10) im Angriff. Foto: Mathias Reß

 

Es sollte eine „spannende Begegnung“ werden. Das Duell „Dritter“ gegen „Erster“ der Bezirksliga Ost versprach dies bereits vor dem Anpfiff unserer Auswärtspartie beim Ahrensburger TSV. Aber das war dann keine passende Bezeichnung dafür, wie sich das Spiel letztendendes tatsächlich gestaltete. 

Eddy Örün erzielte zwei Treffer für den OSV. Foto: Mathias Reß
Eddy Örün erzielte zwei Treffer für den OSV. Foto: Mathias Reß

 

Denn von der ersten bis zur letzten Sekunde war das, was auf dem Feld geschah, ein Duell auf Augenhöhe, das sicherlich ein paar Teamangehörige auf beiden Seiten gefühlt um einige Jahre altern ließ. Die Mannschaften schenkten sich nichts. Das führte dazu, dass hüben wie drüben immer wieder Großchancen entstanden, die zunächst aber nicht im Tor untergebracht werden konnten. Vor allem auch weil OSV-Keeper Thorben Joost glänzend parierte. Doch, dass im weiteren Spielverlauf noch Treffer erzielt werden würden, war keine Diskussion wert. Die Frage war nur, ob der Ahrensburger TSV oder unsere Männer zuerst zuschlagen würden. Diese Frage war dann nach etwas über einer halben Stunde beantwortet, als Eddy Örün eine weite Flanke von Youness Sbou per Direktabnahme zum 0:1 verwertete (33.) und unsere Farben damit in Front brachte. Im Anschluss stürmten dann bis zur Pause aber hauptsächlich nur noch die Gastgeber, scheiterten allerdings weitere Male an Joost oder verpassten das Ziel nur knapp.

 

Dass sie trotzdem sehr gut in der Lage war, ebenfalls den Kasten zu treffen, zeigte die Truppe des ATSV schon bald nach dem Wiederanpfiff, als ihr in der 48. Minute der Ausgleich gelang. Das Tor war fast eine Kopie von unserem Treffer, nur, dass es kein Volleyschuss war und der Spieler noch Zeit hatte, sich die Kugel zurechtzulegen. Allerdings ließ die Antwort auf dieses Unentschieden nicht lange auf sich warten. Denn nur wenige Minuten später sorgte abermals Örün für unsere Führung, indem er genau da stand, wo ein Angreifer zu stehen hat und davon profierte, dass der ATSV-Schlussmann eine Flanke von Youssef Sbou nur abklatschte. Dabei drückte der Sturmtank das Leder aus kürzester Distanz mit der Fußspitze zum 1:2 über die Linie. So lagen wir also wieder vorne und übernahmen erneut die Tabellenführung. Doch wie es sich für ein richtiges Topspiel gehört, hielt auch dieser Vorsprung nicht lange an. Denn Ahrensburg dachte nicht mal ansatzweise daran, nachzugeben und glich nur fünf Zeigerumdrehungen später verdient aus, als ein Freistoß von der Mauer so abgefälscht wurde, dass der ATSV-Schütze, der während der Ausführung des Standards bereits in den Sechzehner rannte, gegen die Laufrichtung von Keeper Joost einnicken konnte. Durch dieses erneute Unentschieden nahm die Partie mit fortlaufender Zeit immer weiter an Spannung zu. Den Akteuren beider Mannschaften war anzumerken, dass sie diese Begegnung auf jeden Fall gewinnen wollten. 

Die beiden Doppelpacker Örün (Mitte) und Maxi Kochsiek (zw.v.re.) freuen sich miteinander. Foto: Mathias Reß
Die beiden Doppelpacker Örün (Mitte) und Maxi Kochsiek (zw.v.re.) freuen sich miteinander. Foto: Mathias Reß

 

Auch Kochsiek erzielt einen Doppelpack

Den nächsten Grundstein für einen Sieg setzte dann der soeben erst eingewechselte Maximilian Kochsiek in der 73. Minute, als er sah, dass der gegnerische Schlussmann zu weit vor seinem Gehäuse stand und aus gut und gerne 34 Metern ganz trocken abzog. Das Leder flog über den Fänger hinweg und senkte sich zur erneuten Führung für den OSV passend ins Netz. Und auch beim dritten Rückstand zeigten sich die Hausherren weiter auf dem Vormarsch. Allerdings scheiterten sie in der Schlussphase noch ein paar Mal an unserem stark auftretenden Torwart Joost. Ahrensburg spielte dabei immer mehr auf Angriff, sodass die Partie wirklich bis zur letzten Aktion unaufhörlich an Spannung zunahm. Doch genau diese letzte Aktion sorgte dann für die Entscheidung: Mittlerweile lief die dritte Minute des Nachspielzeit, als Marcel Meyer noch mal einen Pass in den Lauf von Kochsiek spielte, der von rechts in die Gefahrenzone eindrang und aus 14 Metern gezielt ins lange Eck zum 4:2 traf. Anschließend beendete der Schiedsrichter die Partie, was dann endlich der Zeitpunkt war, um mal kräftig durchatmen zu können. Dieses Spiel war genauso, wie man sich ein Topspiel vorstellte: Durchgehend ausgeglichen und Chancen auf beiden Seiten, mit dem glücklicheren Ende aber keinem unverdienten Sieg für unsere Mannschaft. In dem Fall freuen wir uns über weitere drei Punkte und spazieren weiter als das noch letzte Team ohne Niederlage durch die Liga.

Und das Beste: Das nächste Spitzenspiel steht schon vor der Tür. Denn am Freitag dürfen wir den Zweiten der Ost-Staffel, den ASV Hamburg, um 19:30 Uhr bei uns in Oststeinbek begrüßen. Wir sind uns sicher, dass das nicht weniger spannend werden wird. Deshalb streicht euch diesen Termin schon mal rot im Kalender an.