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Negativ-Premiere bei starken Elstern – Ostbeks Fans trotzdem meisterlich

Am Ball: OSV-Stürmer Adrian Voigt (sorgte für den ersten Treffer). Foto: Mathias Reß
Am Ball: OSV-Stürmer Adrian Voigt (sorgte für den ersten Treffer). Foto: Mathias Reß

Jede Serie reißt einmal. Heute war nur die Frage, Welche das sein wird. Die des ASV Bergedorf 85, der seit August 2017 auf heimischen Rasen kein Spiel mehr verloren gab (damals waren wir Diejenigen, die drei Punkte von den Sander Tannen entführen konnten), oder unsere in dieser Saison bisher anhaltenden „Unschlagbar“-Serie. Nur ein Unentschieden hätte Beides aufrecht erhalten lassen können. Doch am Ende gab es einen völlig verdienten Sieger. Und auch im Duell der beiden Fangruppierungen gab es eine Seite, die dieses ganz klar für sich entscheiden konnte.

Foto: Mathias Reß
Foto: Mathias Reß

Dass unsere Truppe als Tabellenführer auflief, bedeutete, dass sie der Favorit im Duell der Aufsteiger war. Doch so einfach durfte man es sich nicht machen. Denn auch andere Fakten mussten betrachtet werden. Nämlich die, dass der ASV Bergedorf 85 seit über einem Jahr kein Punktspiel auf heimischen Rasen mehr gänzlich aus der Hand gab. Selbst hochkarätige Bezirksliga-Gegner wie der SC Vier- und Marschlande (3:2) und der SV Börnsen (1:1) bisschen sich an den Elstern die Zähne aus.

 

So sollte es dann auch für uns laufen. Zwar machten wir in der Anfangsphase noch einen guten Eindruck und gingen in der neunten Minute durch Adrian Voigt, der kurz zuvor schon eine Großchance aufgrund einer tollen Reaktion des Bergedorfer Keepers liegen ließ, früh in Führung, aber danach begannen die Hausherren, ihr Spiel aufzuziehen, womit wir offensichtlich nicht zurechtkamen. Die Gastgeber wussten nur zu gut, wie sie die ganze Breite ihres großen Spielfeldes ausnutzen und dort den Ball laufen lassen konnten. Immer wieder brachten sie durch gekonnte Vorstöße Gefahr in den Strafraum, weshalb in der 26. Minute der verdiente Ausgleichstreffer fiel. Bis zur Pause hätten die Elstern sogar noch mindestens zweimal den Zwischenstand erhöhen können, verpassten aber jeweils das Ziel nur um Haaresbreite. Unsere Mannschaft zeigte hingegen jede Menge Defizite. Die Abstimmung in der Abwehr passte nicht und beim Spielaufbau häuften sich einerseits die Fehlpässe und andererseits die Unkonzentriertheiten, die dazu führten, dass unsere Männer sich in der Bergedorfer Defensive ein ums andere Mal festliefen.

Beispielhafter und geiler Support der "Ultras Prostbek". Foto: Mathias Reß
Beispielhafter und geiler Support der "Ultras Prostbek". Foto: Mathias Reß

Ostbeks Fans einfach meisterlich

 

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an diesem Spielverlauf nicht viel. Nur, dass wir zwischen der 71. und 82. Minute noch mal eine kleine Drangphase zu bekommen schienen, konnten aber auch diese gegen die starken „85er“ nicht ausspielen. Zu allem Überfluss flog dann auch noch Miguel Gimeno mit der Ampelkarte vom Platz (83.). Die erste Verwarnung handelte er sich kurz vor dem Pausentee durch ein taktischen Foul ein und beim Platzverweis hatte der Linksfuß seine Hände am Ball. Personell dezimiert geschah dann auch das, was sich ehrlicher Weise abzeichnete: Der ASV Bergedorf brachte fünf Zeigerumdrehungen vor Ende der regulären Spielzeit den Ball noch einmal über die Linie und machte somit den 2:1 Sieg perfekt. Zwar rannten unsere Kicker dann noch ein paar Mal an, aber außer ein paar Eckbälle, die die Hoffnung bis zum Schluss aufrecht erhalten ließen, doch noch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, passierte nichts mehr. So durften die Elstern ihren verdienten Sieg feiern, was sie im Anschluss auch ausgiebig mit ihren Fans im Nebel von Rauchbomben und Feuerwerkskörpern zelebrierten.

Apropos Fans: Auf den Rängen waren allerdings unsere „Ultras Prostbek“ die absoluten „Sieger“. Denn während die Gruppierung der Elstern sich zwischendurch immer wieder darauf konzentrierte, mit Rufen wie „Scheiß OSV“, „Eure Eltern geh`n zur AFD“, „Wichser“, „Ihr Vögel“ oder „Euer Banner ist bald unser“, um nur ein paar ihrer Entgleisungen zu erwähnen, zu beleidigen und zu provozieren, feierten die Fans aus Oststeinbek ausschließlich durchgehend ihre Mannschaft. Nicht einmal ließen sie sich dazu hinreißen, sich auf dieses Niveau herabzulassen, worauf wir sehr stolz sind und uns sehr darüber freuen. Wir haben wirklich den besten Support, den man sich wünschen kann. Danke für diese super tolle Unterstützung! Dies geht aber an alle unsere Anhänger und Zuschauer, die immer wieder für uns da sind. Egal ob am Meessen oder auswärts. Die Mannschaft wird die heute gezeigte Leistung garantiert wieder gut machen. Am besten schon im nächsten Heimspiel gegen den TSV Wandsetal am Freitag den 12. Oktober um 19:30 Uhr am Messen 32 in 22113 Oststeinbek. Stand heute soll sogar das Wetter gut werden. Wir können also wieder mal ein super Fußballfest erwarten. Denn dann gilt: Aufstehen, Krone richten, Mund abwischen und gestärkt weitermachen.