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Weiterhin gilt: „Keiner siegt am Meessen“

Stürmer Adrian Voigt (re.) landete erneut auf der Liste der Torschützen. Foto: Zerbian
Stürmer Adrian Voigt (re.) landete erneut auf der Liste der Torschützen. Foto: Zerbian

Nach unserem zweiten Spielfreien Wochenende in dieser Saison durften wir nun wieder auf unserem heimischen Platz antreten. Dieses Mal empfingen wir mit dem SC Vier- und Marschlande eines der Teams, die sich – unserer Meinung nach zurecht – vor dem ersten Spieltag selbst als Aufstiegskandidaten sahen. Doch nach diesem Match ruderte der gegnerische Trainer in der Öffentlichkeit gegenüber des Onlineportals Bolzjungs.de bezüglich der Ambitionen wieder etwas zurück. Denn am Ende gab es trotz einer zwischenzeitlich aufgekommenen Spannung ein klares Ergebnis. Unter anderem traf ein Rückkehrer nach seiner Verletzungspause ins Netz.

Foto: Zerbian
Foto: Zerbian

Ruhiges Spiel bringt klares Ergebnis

 

In den letzten Wochen mussten wir, aus den verschiedensten Gründen, häufiger auf Leistungsträger verzichten. Unter anderem auch auf unseren Topscorer Youssef Sbou, der sich aber nun zum Spiel gegen den SC Vier- und Marschlande fit meldete. Dass der Einsatz des flinken Außenstürmers immer wieder wichtig für uns ist, unterstrich er schon recht früh, als er einen Heber von Eddy Örün mit der Brust annahm und das Leder per Drehschuss gekonnt in die Maschen schoss (13.). Damit markierte der Goalgetter in seinem zehnten Einsatz seinen zehnten Treffer bei bisher zehn Torvorbereitungen. Kurz: Im Schnitt ist Y. Sbou pro Partie an zwei Toren direkt beteiligt, was eine beeindruckende Leistung ist. Allerdings haben wir auch noch andere Angreifer, die oft brandgefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchen und ihren Teil zum derzeitigen Erfolg beitragen. So zum Beispiel Stürmer Adrian Voigt. Dieses Mal traf er nur zwei Minuten nach dem ersten Treffer. Eine scharfe Hereingabe von Nicklas Frers konnte der SCVM-Keeper lediglich nach vorne abwehren, wo Voigt genau richtig stand, nicht lange fackelte und aus der zweiten Reihe zum 2:0 traf. Eine verdammt gute Effektivität. Denn bis dahin hatten wir nur diese beiden klaren Chancen, die prompt verwertet wurden.

 

In der Folge verwalteten wir den Zwei-Tore-Vorsprung, spielten aber bis zur Pause souverän und abgeklärt unseren Stiefel runter. Die Gäste kamen bis zum Ende der ersten Halbzeit lediglich einmal gefährlich auf unseren Kasten zu, brachten die Pille aber nicht im Gehäuse unter, weil Schlussmann Thorben Joost mit einem guten Reflex einen Lupfer entschärfte und der Nachschuss sehr deutlich über die Latte hinweg befördert wurde. Für uns hatte Maximilian Grünberg noch eine Großchance, jedoch köpfte der Dauerläufer knapp am Tor vorbei. Diese Gelegenheit in der 41. Minute sollte dann für eine lange Zeit die Letzte für uns gewesen sein. Denn auch nach dem Pausentee verwalteten wir den bestehenden Vorsprung, ruderten allerdings etwas zurück und nahmen eins, zwei Gänge raus. Das sowas, gegen ein Team, das vor Saisonbeginn in der Öffentlichkeit ganz klar zum Ausdruck brachte, dass der Aufstieg in die Landesliga das Ziel sei, bestraft werden kann, sollte eigentlich jedem bewusst gewesen sein. Trotzdem schlichen sich im weiteren Verlauf des Spiels Unkonzentriertheiten in unseren Reihen ein, was die Vier- und Marschländer immer weiter nach vorne trieb. So passierte dann das, was passieren musste. Die Gäste verkürzten den Zwischenstand in der 70. Minute mit einem sehenswerten Flachschuss ins lange Eck auf 1:2, weshalb die Partie in der Schlussviertelstunde tatsächlich noch spannend werden sollte. Denn natürlich beflügelte das Tor die Fünfhäuser. Plötzlich zeigten sie mehr Gegenpressing, ließen den Ball besser laufen und erhöhten wieder die Geschwindigkeit des Spiels. Allerdings gelang ihnen nichts Zählbares. Denn getreu dem Motto „ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss“, zog auch unsere Mannschaft das Tempo erneut an, weshalb die Leistung der SCVM-Kicker am Ende nicht reichte, um doch noch mindestens einen Punkt aus Oststeinbek entführen zu können, da es an unseren Männern einfach kein Vorbeikommen gab. Stattdessen brachte der kurz zuvor eingewechselte Danny Qasem den Ball durch einen Freistoß im gegnerischen Gehäuse unter und setzte somit in der Nachspielzeit den 3:1 Endstand fest. Dabei war die Pille so lange in der Luft,  dass sich unser Innenverteidiger Revin Köksal aus der Mauer lösen und zum Flugkopfball ansetzen konnte. Somit zog er offensichtlich die Aufmerksamkeit des Keepers auf sich, was dazu führte, dass der Torwart schließlich nicht mehr auf den Ball reagierte, an dem „Revo“ letztlich vorbei flog. Stattdessen prallte das Leder im Strafraum einmal auf dem Boden auf und flog dann über die Linie ins Netz. Das bedeutete nicht nur wieder am Ende einen klaren Sieg, sondern auch, dass wir auf unserem eigenen Platz weiterhin verlustpunktfrei sind. In diesem Fall greift ein weiteres Motto: „Keiner siegt am Meessen“.

 

Und nun hier noch mal ein DANKESCHÖN an Wilfried Zerbian, der uns freundlicherweise ein paar tolle Fotos von unserem Spiel gegen den SCVM zugeschickt hat.