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Das Barsbüttel-Déjà-vu

OSV-Stürmer Adrian Voigt (mi.) hat den Ball am Besten im Blick. Foto: Maurice Herzog
OSV-Stürmer Adrian Voigt (mi.) hat den Ball am Besten im Blick. Foto: Maurice Herzog

 

Bereits vor dem Rückrundenspiel gegen den Barsbütteler SV sprachen wir darüber, dass die Truppe des BSV genauso wie wir eine Mannschaft ist, die bis zur letzten Sekunde fightet und sich nie aufgibt. Deshalb schrieben wir auch schon in unserem Vorbericht, dass bis zum Moment des Abpfiffs alles passieren kann. Immerhin hatten wir am zweiten Spieltag der Saison schon unsere Erfahrung machen müssen, als wir auf deren Platz unsere 2:1 Führung in der Nachspielzeit noch aus der Hand gaben. Wir waren demnach ausreichend gewarnt. Doch am Ende gab es leider wieder einen sehr ähnlichen Ablauf.

Tore fallen bei unseren Spielen immer. Vor allem ist es unsere Offensive, die sich dabei meistens in Trefferlaune präsentiert. Allerdings passierte diese Mal etwas, was es in dieser Saison so auch noch nicht gab: Wir gerieten erstmals mit 0:1 in Rückstand, der aus einem berechtigten Strafstoß resultierte. Denn Schlussmann Thorben Joost holte seinen Gegenspieler, als dieser in der elften Minute auf unseren Kasten zulief, beim Versuch ihn am Abschluss zu hindern, klar von den Beinen. Der gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher. Das war bitter, da wir es waren, die das Spiel gestalteten. Jedoch dauerte es lange, bis wir aus unseren vielen Vorstößen und zahlreichen Eckbällen etwas herausholen konnten. In der 37. Minute war es dann endlich soweit. Mit viel Gefühl und „Auge“ brachte Youssef Sbou nach einem schnellen Konter über die rechte Seite den Ball scharf vor das Gehäuse genau auf Mitspieler Nicklas Frers, der sich quer in die Luft legte und per Direktabnahme aus sieben Metern zum verdienten Ausgleich traf, womit es wenige Zeigerumdrehungen später zur Halbzeitpause in die Kabine ging.

Foto: Maurice Herzog
Foto: Maurice Herzog

In der Nachspielzeit ging es auf die Matte

 

Zurück auf dem Platz spielten wir dann auf die Seite, an der unsere mal wieder sehr lautstarken Fans standen. Das Team sollte also zum Sieg gepuscht werden. Und tatsächlich kam es dann auch so, dass wir die Partie in der 57. Minute drehten. Es war Youness Sbou, der von halb rechter Position abzog. Dabei wurde der Ball von einem Abwehrbein noch so abgefälscht, dass er im hohen Bogen über den Gästekeeper hinweg im langen Eck zum 2:1 einschlug. Da war sie, die ersehnte Führung. Und anschließend wäre es aus unserer Sicht das Beste gewesen, direkt ein weiteres Tor nachzulegen, nur leider sollte das so nicht mehr kommen. Denn die Fehlpässe häuften sich auf beiden Seiten, so, dass phasenweise ein regelrechtes „Hin-und-Her“ auf dem Feld stattfand. Und wenn wir uns dann wieder in der gegnerischen Gefahrenzone blicken ließen, war sie da: Die an diesem Tag mangelhafte Chancenverwertung. Man könnte fast schon von einem „Chancenwucher“ sprechen, aber die Pille wollte einfach nicht noch ein weiteres Mal den Weg über die Linie finden. Stattdessen flog sie häufiger daran vorbei, darüber oder wurde von den Gegenspielern abgefangen. Und dann passierte das, was wir seit dem Hinspiel in Barsbüttel nicht mehr erlebten und auch nicht mehr erleben wollten. Doch ausgerechnet gegen den gleichen Gegner passiert es nochmals: Es lief bereits die Nachspielzeit, als die BSV-Kicker einen Ball an der Mittellinie auf der rechten Seite abfingen und ein schnelles Umschaltspiel zum Besten brachten. Die finale Hereingabe fand seinen Abnehmer und der Ball landete zum 2:2 Unentschieden im Netz und das Déjà vu war perfekt. Es fühlte sich so an, als hätte der eigentlich schon K.O.-gedachte Gegner mit der letzten Kraft und dem letzten Schlag einen Leberhaken ausgepackt, was letztlich uns und nicht ihn auf die Matte brachte.

Nach der Punkteteilung im Hinspiel sprachen wir von einem gewonnen Zähler. Dieses Mal waren es definitiv zwei Verlorene. Und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann müssen wir uns eingestehen, dass es seit ein paar Wochen schon nicht mehr ganz so rund läuft wie noch zu Beginn des Spieljahres. Deshalb entschied unser Coach, dass es nun erst mal eine Trainingspause geben muss. Passender Weise haben wir dazu nächstes Wochenende auch noch Spielfrei, was wir nutzen werden, um ausgiebig unsere Weihnachtsfeier im „Tunici`s Restaurant – XII Apostel“ in Barsbüttel zu feiern. Auflaufen werden wir im Jahr 2018 aber noch zwei Mal. Zunächst am 02. Dezember um 14:00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz der Sander Tannen in Bergedorf gegen den ETSV Hamburg. Und am 07. Dezember bestreiten wir dann noch um 19:30 Uhr das Achtelfinale des ODDSET-Pokals gegen den Landesligisten SV Altengamme bei uns in Oststeinbek.

 

- Vielen Dank an Fotograf Maurice Herzog, für das bereitstellen der Bilder.

 

- Unter folgendem Link könnt ihr euch gefilmte Spielszenen von FuPa-Hamburg anschauen. Allerdings fehlen aufgrund technischer Probleme leider ein paar Videosequenzen:

https://www.fupa.net/spielberichte/oststeinbeker-sv-barsbuetteler-sv-6368420.html