· 

Ein Dreier- und drei Doppelpacker – Kantersieg beim ETSV

Archivbild: Mathias Reß
Archivbild: Mathias Reß

 

Vergangenen Sonntag werden nicht Wenige lieber vor der ersten Adventskerzen, eingemummelt in einer kuscheligen Decke, auf dem Sofa gesessen haben, statt vor die Tür zu gehen. Denn draußen herrschte typisches Hamburger Schietwetter. Auch das Team des ETSV wird bestimmt besseres zu tun gehabt haben, als das Spiel gegen uns zu bestreiten. Denn ihre Vorzeichen standen nicht gut. Zu extrem waren die Personalsorgen von Trainer Christopher Leitloff, der alle Hände voll zu tun hatte, überhaupt elf Spieler zusammen zu bekommen, damit die Partie stattfinden konnte.

 

Deshalb und auch wegen der Tatsache, dass für die Eisenbahner zum einen selbst der Co-Trainer und zum anderen stark angeschlagene Akteure auflaufen mussten, war für Jeden unausgesprochen klar, dass es in diesem Aufeinandertreffen nur einen Sieger geben konnte: Unseren Oststeinbeker SV. Die Frage war nur, wie hoch das Ergebnis werden würde.

 

Nach einem spielfreien Wochenende und zuvor einer Woche ohne Trainingseinheiten, merkte man unseren Männern an, wie heiß sie auf das letzte Punktspiel im Kalenderjahr 2018 waren. Genauso traten sie vom Anpfiff weg auch auf und es dauerte nicht lange, bis wir in Führung gingen. In der vierten Minute zwirbelte Youssef Sbou sehenswert einen direkten Freistoß aus 18 Metern halb rechter Position haargenau und unhaltbar in den rechten Winkel. Danach klingelte es schon zehn Zeigerumdrehungen später abermals im Kasten der Gastgeber. Es war Maximilian Kochsiek, der einen Elfmeter, nach einem Foul an Maximilian Grünberg, locker verwandelte. Unser Team dominierte das Geschehen komplett. Weitere Großchancen durch Revin Köksal, Youssef Sbou und Marcel Meyer blieben dabei noch auf der Strecke. Doch dann schlug letztgenannter doch zu. Und das in einer Phase, in der die herausgespielten Gelegenheiten effektiver genutzt werden sollten. Denn innerhalb von sechs Minuten trafen wir dreimal ins Glück. Erst nutzte Meyer nach einer Sbou-Ecke einen Abpraller und netzte mit einem Schuss aus 18 Metern trocken ein (22.), dann schlug Youssef Sbou, nachdem er von Grünberg in Szene gesetzt wurde, erneut zu und erhöhte unsere Führung auf 4:0 (26.). Doch damit zeigte sich der quirlige Offensivspieler noch nicht zufrieden und setzte kurz darauf noch einen Treffer drauf, als er abermals direkt einen Freistoß verwandelte (28.). Diese komfortable 5:0-Führung nach nicht mal einer halben Stunde, verleitete so manchen Zuschauer zu Prognosen, wie dieses Match wohl ausgehen würde. Auch wenn die Ergebnisse unterschiedlich ausfielen, war man sich zu diesem Zeitpunkt allerdings einig, dass unsere Mannschaft am Ende auf jeden Fall zweistellig gewinnen würde.

Youssef Sbou (re.) war mit drei Toren und zwei Assits mit fünf Sorerpoints dabei. Archivbild: Mathias Reß
Youssef Sbou (re.) war mit drei Toren und zwei Assits mit fünf Sorerpoints dabei. Archivbild: Mathias Reß

Auch in der zweiten Halbzeit hagelte es Tore

 

Allerdings kam dann wieder eine Phase, in der wir uns eine Großchance nach der anderen herausarbeiteten, jedoch nicht zwingend genug beim Abschluss waren. Stattdessen kam der ETSV noch kurz vor dem Pausentee nach der Ausführung eines Freistoßes zum Anschlusstreffer (43.). Damit nutzten die Hausherren ihre bis dahin erste Gelegenheit zum Tor. Und auch nach dem Wiederanpfiff war es plötzlich die Truppe der Eisenbahner, die in den ersten Minuten Dampf machte. Jedoch sollte der nächste Treffer wieder für uns fallen. Kochsiek machte nach einem Zuspiel von Meyer das halbe Dutzend voll und erhöhte auf ein stattliches 6:1 in der 53. Minute. Erneut einige liegengelassene Hochkaräter später, traf, nach einer tollen Angriffskombination über sechs Stationen und einem finalen Pass des gerade zuvor eingewechselten Adrian Voigt, dann Meyer selbst noch mal zum 7:1 (72.). Und wenn seine Offensiv-Kollegen in dieser Partie so erfolgreich waren, wollte Voigt das selbstverständlich auch sein. Nach seiner Vorlage erzielte der Stürmer dann sogar noch einen Doppelpack (79., 88.) zum 9:2 für den OSV und drückte somit auch zurecht noch dem Spiel seinen eigenen Stempel auf. Der zwischenzeitlich zweite erzielte Treffer des ETSV fiel nach einem Eckball in der 80. Minute. Am Ende legten wir im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres 2018 einen Kantersieg hin, der uns als Spitzenreiter mit drei Punkten Vorsprung überwintern lässt. Jetzt freuen wir uns tierisch auf kommendes Wochenende, wenn wir am Freitag den 07. Dezember im Achtelfinale des ODDSET-Pokals den SV Altengamme aus der Landesliga Hansa in Oststeinbek begrüßen dürfen, bevor es in den wohlverdienten Winterurlaub geht.