Landesliga-Aufstieg ist perfekt!

Das 3:3 (1:2) am vorletzten Spieltag beim SC Vier- und Marschlande sorgte bei Simon Gottschling für gemischte Gefühle. „In die Landesliga aufzusteigen war natürlich unser vorrangiges Ziel“, sagte der Coach des Oststeinbeker SV. „Dennoch hätte ich mir für kommendes Wochenende noch einmal ein Endspiel um die Meisterschaft im Fernduell mit dem ASV Hamburg gewünscht.“

Dass es dazu  nicht mehr kommt, habe seine Mannschaft sich selbst zuzuschreiben. „Die Spieler haben über weite Phasen jegliche Einstellung vermissen lassen und sind aufgetreten, als ob sie die Nacht durchgefeiert hätten“, ärgerte sich der Coach. „Richtig freuen über den nun feststehenden Aufstieg kann ich mich noch nicht, dafür sitzt der Ärger einfach zu tief.“

Die Torfolge ist schnell erzählt: zunächst schloss Tobias Kehr (37. Minute) einen schnellen Konter der Hausherren erfolgreich ab. Drei Minuten später gelang Maximilian Kochsiek per Foulelfmeter der Ausgleich. Die Freude auf Oststeinbeker Seite währte nicht lange: Oliver Kunkel (43.) brachte den SC VM kurz vor dem Seitenwechsel erneut in Führung.

Nach der Pause markierte Tobias Kehr (59.) – wiederum nach einem Konter – seinen zweiten Treffer. Erst nachdem Youssef Sbou (69.) nach scharfer Hereingabe von Niklas Frehrs  den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte, ging ein Ruck durch die Oststeinbeker Mannschaft. Beherzt drückte sie in den  verbleibenden 20 Minuten auf den Ausgleich, der Revin Köksal zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit dann auch gelang.

Der Jubel nach dem Abpfiff hielt sich auf Oststeinbeker Seite zunächst in Grenzen, ehe die frohe Botschaft die Runde machte: Der Punktgewinn reichte unserer Mannschaft zum vorzeitigen Aufstieg in die Landesliga. Selbst bei einer Niederlage am kommenden Freitag gegen den SC Wentorf und einem gleichzeitigen Erfolg der Spielgemeinschaft Blau-Weiß Schenefeld in der Bezirksliga West  würde der OSV in der Endabrechnung (58 Punkte/26 Spiele) mit einem Quotienten von 2,230 zunächst gemeinsam mit Blau-Weiß die Wertung der besten Vizemeister anführen. Bei Gleichheit des Quotienten - nun greift eine weitere Regel des Hamburger Fußball-Verbands – würde der Quotient aus der Tordifferenz geteilt durch die Anzahl der gewerteten Spiele zum Tragen kommen. Blau Weiß weist vor dem letzten Spieltag eine Tordifferenz von 40, der OSV von 65 auf. Damit müsste unsere Mannschaft die Nase vorn haben, da 25 Tore - bei aller Liebe - kaum aufzuholen sind.