Oststeinbek verabschiedet sich sang- und klanglos aus dem Lotto-Pokal

Es war eine Partie, die aus Oststeinbeker Sicht eigentlich nur weniger Worte bedarf: abhaken und den Blick schnell nach vorn richten!

Denn bei der 1:5 (0:3)-Auswärtspleite beim SV Börnsen in der zweiten Runde des Lotto-Pokals lieferten unsere Jungs eine desolate Leistung ab und konnten am Ende froh sein, lediglich fünf Gegentore kassiert zu haben. Für Alexander Kaya, der aus privaten Gründen fehlte und Simon Gottschling, der kurz zuvor einen Todesfall in der Familie zu beklagen hatte, stand Ligamanager Lothar Pfaff an der Seitenlinie. "Wir bekamen keinen Zugriff. In Unterzahl haben wir uns dann den Schneid abkaufen lassen, es fehlte die  Laufbereitschaft, der nötige Biss und die nötige Power", sagte Pfaff, der dem Debakel aber auch eine gute Seite abgewinnen konnte: "Nun können wir uns als Aufsteiger zu 100 Prozent auf die Landesliga konzentrieren."

Mehr als eine Stunde musste Oststeinbek mit zehn Mann auskommen: Schiedsrichter Max Beyer ahndete in der 24. Minute ein hartes Einsteigen von Revin Köksal mit der Gelb-Roten-Karte, nach dem dieser wenige Minuten zuvor wegen eines ähnlichen Vergehens bereits mit Gelb vorbelastet war.  

Die Tore für Börnsen im ersten Abschnitt erzielten Marcel Hamester (7. Minute) , Alexander Tamm (27.) und Patrick Papke (30.), der mit einem sehenswerten Distanzschuß von der Mittellinie den zu weit vor seinem Gehäuse stehenden OSV-Keeper Thorben Joost überwand. Kurz vor dem Pausenpfiff entschied Schiedsrichter Beyer auf Strafstoß für Oststeinbek, nachdem Marc Oldag im Strafraum der Gastgeber von den Beinen geholt wurde. Erdinc Örün legte sich den Ball zurecht, scheiterte aber mit einem halbherzigen Versuch an Börnsens Keeper Lars Stephan.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber nach zwei schnellen Kontern durch Tamm ( 49., 74.) auf 5:0, ehe Youssef Sbou - immerhin mit dem schönsten Tor des Tages - der Ehrentreffer gelang (77.).