Oststeinbek beweist Moral und feiert in Bergstedt 4:2-Auswärtssieg

Charakter hatte Simon Gottschling nach zuletzt eher schwachen Auftritten von seiner Mannschaft gefordert. Die Worte des OSV-Trainers schienen beim 4:2-Auswärtserfolg beim SV Bergstedt Gehör gefunden zu haben. Zunächst aber knüpften unsere Jungs an der Teekoppel genau an jene Leistungen an, die ihnen zuletzt drei Niederlagen in Folge beschert hatten. Noch nicht einmal zehn Minuten waren vergangen, da lag der Oststeinbeker SV nach Gegentoren von Nils Burmann (7. Minute) und Max Nikolai Selch (9.) durch Abstimmungsfehler in der Abwehr mit 0:2 im Hintertreffen. Erschwerend kam hinzu, dass die etatmäßigen Innenverteidiger Revin Köksal (nach der Rot-Gelben Karte im Pokal für zwei Spiele gesperrt) sowie der verletzte Joseph Oshoffa fehlten. Mittelfeldspieler Morad Sbou und Offensivkraft Adrian Voigt übernahmen die Aufgabe - und meisterten sie mit zunehmender Zeit immer besser.

Nach sehenswerter Vorarbeit von Marc Oldag markierte Mannschaftskapitän Dave Fehland den Anschlußtreffer (27.). Acht Minuten später legte erneut Oldag einen Freistoß auf den Kopf von Voigt, der unbedrängt aus kurzer Distanz zum Ausgleich einköpfte (36.).

Nach dem Seitenwechsel musste der eingewechselte Maximilian Kochsiek einen schönen Angriffszug  von Agit Aydin und Maximilian Grünberg freistehend nur noch über die Linie drücken (67.), ehe die Gastgeber selbst durch ein Eigentor von Daniel Beyrau (76.) für den Endstand sorgten.

"Ich bin heilfroh, dass wir das Ding noch gedreht haben, das war ein ganz wichtiger Dreier", sagte Gottschling im Anschluss an die Partie. "Mir hat auch gefallen, dass wir nach dem 3:2 nicht nachgelassen sondern den Druck weiter aufrecht gehalten haben."

Von einer Wende will Oststeinbeks Coach allerdings nichts wissen. "Ich will jetzt nicht viel rumphilosophieren, aber wir haben noch viel zu tun", sagte Gottschling. "Bis die Mannschaft da ist, wo ich sie haben will, vergehen noch einige Wochen." Den Auswärtssieg will er nicht zu hoch einstufen. „Bergstedt war heute nicht gut.“