Lothar Pfaff (51), Ligamanager

 

Lothar, ist es richtig, dass du den Job als Ligamanager des Oststeinbeker SV vor knapp einem Jahr nicht ganz freiwillig übernommen hast?

Ja, genau (lacht). Als Not am Mann war wurde ich – vorsichtig formuliert – dazu überredet. Die Entscheidung habe ich aber zu keinem Zeitpunkt bereut. Entweder mache ich etwas zu 120 Prozent oder ich lass die Finger davon. 

Wo siehst du die Schwerpunkte bei deiner Arbeit?

Als Ligamanager bin ich Bindeglied zwischen der Mannschaft und dem Trainer- und Betreuerteam. Ich sorge dafür, dass die Jungs sich am Meessen wohl fühlen und sich mit dem Oststeinbeker SV identifizieren. Sie sollen sich nicht gleich wieder einen anderen Verein suchen, wenn etwas mal nicht nach Plan läuft. Die Jungs brauchen Unterstützung. Das gilt nicht nur auf, sondern gerade auch neben dem Fußballplatz. Die Spieler wissen: Wenn es ein Problem gibt, können sie jederzeit zu mir kommen.

Was war für Dich der emotionalste, was der coolste
Moment für dich in den vergangenen zwölf Monaten?

Lass mich mit dem coolsten beginnen. Den erlebte ich eindeutig nach dem letzten Saisonspiel in der Bezirksliga. Der Aufstieg war bereits besiegelt, aber wie die Jungs nach dem Schlusspfiff abgefeiert haben, war großes Kino. Die
emotionalsten Momente erlebe ich eigentlich immer freitags bei Heimspielen. Auf der Anlage treffe ich viele alte OSVer, die mich schon am Meessen angefeuert hatten, als ich noch das Trikot des Oststeinbeker SV trug. Das waren immerhin 30 Jahre, von der B-Jugend bis zur 1. Herren.

 

Später, mit den Alten Herren, hast Du sogar an Deutschen Meisterschaften teilgenommen.

Stimmt, das war eine unvergessliche Zeit. Gemeinsam mit den Jungs und unseren Frauen mit dem Bus nach Bremen zu den Ü40-Titelkämpfen zu fahren, daran erinnert sich jeder von uns noch gern.

Was unterscheidet den Oststeinbeker SV von anderen Vereinen?

Andere Vereine interessieren mich erst einmal weniger. Mein Fokus liegt einzig und allein auf dem Oststeinbeker SV. Damit bin ich schon genug beschäftigt. Am Meessen ist es die Nähe zu den Spielern, den Fans und den Zuschauern, die die Atmosphäre so besonders macht. Zudem haben wir mit unseren Prostbek Ultras eine Fangruppierung, die in der Liga ihresgleichen sucht.

Das Sponsoring ist ein weiterer wichtiger Bereich, um den du dich intensiv kümmerst.

Die Betreuung der Sponsoren liegt mir sehr am Herzen, denn ohne finanzielle Unterstützung geht heutzutage selbst im Amateurfußball gar nichts mehr. Unsere Sponsoren  sind mit viel Herzblut bei der Sache, ohne sie wären wir jetzt nicht da, wo wir sind. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle im Namen den Mannschaft und des Betreuerteams noch einmal herzlich bedanken.