Bryan Reinecke spricht im Interview über Pläne und Aufgaben als Ligamanager

Bryan Reinecke ist der neue Ligamanager des Oststeinbeker SV. Der 26 Jahre alte ehemalige Innenverteidiger des OSV löst Lothar Pfaff ab, der ab sofort Sportlicher Direktor ist. Reinecke wurde immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen und  beendete erst vor Kurzem seine aktive Laufbahn.

Im Alter von nur 26 Jahren seine fußballerische Laufbahn zu beenden ist ungewöhnlich. Welche Beweggründe haben dich veranlasst, diese sicherlich nicht leichte Entscheidung zu treffen?

Nach etlichen Verletzungen habe ich mich schweren Herzens dazu durchgerungen, einen anderen Weg einzuschlagen. Einen derartigen Entschluss fasst du aber nicht innerhalb von zwei Wochen. Ich habe immerhin 21 Jahre Fußball gespielt. Umso mehr freue ich mich nun, dem Fußball auf einer anderen
Ebene verbunden zu bleiben.

Schon während deiner aktiven Zeit hast du dir gemeinsam mit Simon Gottschling Gedanken über eine spätere Zusammenarbeit gemacht. In welche Richtung gingen die Gespräche damals?

Das stimmt. Im Sommer 2018 habe ich das erste Mal das Gespräch mit Simon gesucht, um mit ihm die Möglichkeit zu erörtern, nach dem Karriereende als Jugendtrainer beim Oststeinbeker SV einzusteigen. Seitdem standen wir in regelmäßigem Austausch.

Wann reifte bei dir der Gedanke, als Ligamanager mehr Verantwortung zu übernehmen?

 

Mitte Dezember kam das Thema erstmals auf den Tisch. Seitdem habe ich mich intensiv mit der Thematik befasst, mich in regelmäßigen Abständen mit Simon und Lothar ausgetauscht, dabei haben wir die jeweiligen Aufgabengebiete besprochen und aufgeteilt.

Erkläre uns bitte kurz deine kurz-, mittel- und langfristigen Ziele, die du dir mit der Ligamannschaft gesetzt hast.

Die oberste Priorität hat zunächst der Klassenerhalt. Mittelfristig wollen wir uns in der Landesliga Hansa etablieren. Danach soll der nächste Schritt in der Entwicklung erfolgen, damit es uns gelingt, an der Tabellenspitze mitzumischen.

Den einen oder anderen Spieler kennst du ja noch aus deiner aktiven Zeit. Empfindest du das als einen Vorteil für dich als Ligamanager?

Es ist definitiv als Vorteil. Ich bin ähnlich alt uns spreche ihre Sprache. Dadurch fällt es sicherlich vielen Spielern einfacher, auf die Leitung der Liga-Abteilung zuzugehen.

Für wie stark hältst du den Kader und was erhoffst du dir von den in der Winterpause verpflichteten Neuzugängen?

 

Mit dem aktuellen Kader sind wir sehr zufrieden. Die Jungs geben Gas, sind wissbegierig und haben viel Spaß beim Training. Christopher-Sven Mahrt, Daniel Yorke, Franco Daniel Monteiro, Ivan Karin und Kevin Lauppe haben in der Vorbereitung allesamt einen positiven Eindruck hinterlassen.

Was erwartest du von der Zusammenarbeit mit Lothar und Simon, Letzterer ist ja dein ehemaligen Trainer?

Ich erwarte, dass wir als Team einen guten Job machen und wie bisher ein enges und faires Verhältnis zueinander pflegen.

Mit Tabellenschlusslicht Altenwerder steht der OSV vor einer lösbaren Aufgaben, ehe Tabellenführer Lohbrügge an den Meessen kommt. Was muss geschehen, damit  der Oststeinbeker SV das Thema Klassenerhalt so schnell wie möglich abhaken kann?

Wir wollen aus den nächsten Spielen so viele Punkte wie möglich holen - das ist eigentlich der Anspruch, den wir vor jeder Begegnung haben. Auch wenn in der Vorbereitung nicht alles rund lief: Die Mannschaft hat gut und viel trainiert, die Zeit sinnvoll mit Testspielen genutzt. Der Oststeinbeker SV ist auf einem guten Weg.