Interview mit OSV-Kapitän Dave Fehlandt

Corona und kein Ende. Den Oststeinbeker SV hat es auch erwischt, ein Teil der Mannschaft musste zwei Wochen in Quarantäne. Wie habt ihr euch die Zeit vertrieben?

Mannschaftsintern haben wir eine WhatsApp-Gruppe, die lief natürlich die Zeit über auf Hochtouren. (Lacht) Da kamen über Nacht schnell schon mal ein paar hundert Nachrichten zusammen. Für uns alle war es aber eine ungewohnte Situation, die wir nun ja zum Glück überstanden haben.

Befürchtest Du, dass der zweiwöchige Trainingsrückstand euch heute gegen Condor Probleme bereitet?

Ich hoffe nicht, auch wenn eine derartige Zwangspause für jedes Team eine große Herausforderung ist.

Zwei Pflichtspiele, zwei Siege. Hattest du deiner Mannschaft einen derart starken Saisonauftakt zugetraut?

Der 5:1-Pokalsieg beim FC Voran Ohe war  eins der besten Spiele von uns in den vergangenen Jahren. Es war Gänsehaut-Feeling pur. Alles, was wir vor der Partie besprochen haben, haben die Jungs eins zu eins umgesetzt.

Beim 2:1-Heimerfolg gegen den Bergstedter SV überzeugte die Mannschaft dann weniger durch spielerischen Glanz als durch hohen kämpferischen Einsatz. In der Schlussphase waren wir den Gästen anscheinend aber auch konditionell weit überlegen.

Das stimmt. In der Vorbereitung haben alle Spieler an einem Strang gezogen, die Trainingsbeteiligung war ungewöhnlich hoch. Das zahlt sich nun aus. Dass wir sofort nachgelegt haben, war enorm wichtig für die Moral. Dass die Jungs bis zuletzt um jeden Meter gefightet haben, spricht für den Charakter der Mannschaft. Bergstedt stand tief, im Gegensatz zu der Partie in Ohe mussten wir diesmal das Spiel machen.

Vergangene Spielzeit standest du mit Erdinc Örün noch gemeinsam auf dem Spielfeld, jetzt gibt er der Mannschaft als Co-Trainer von der Seitenlinie wichtige Impulse. Ist das auch ein Grund für die gute Stimmung im Team?

Auf jeden Fall. Zurzeit macht es einfach viel Spaß, in Oststeinbek Fußball zu spielen. Daran hat auch „Euro-Eddy“ seinen Anteil, nicht umsonst hat der den Spitznamen. Da er viele Spieler seit Jahren gut kennt, ist er auch eine Art Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam.

 

Ist jetzt vielleicht schon der Zeitpunkt gekommen, um das Saisonziel „Klassenerhalt“ nach oben zu korrigieren?

Lass uns mit beiden Füßen bitte lieber auf dem Boden bleiben und es mich einmal so formulieren: Wenn wir die Aufstiegsrunde erreichen, hat sich das Thema Abstiegskampf damit von selbst erledigt. Dafür müssen wir aber erst einmal Condor schlagen. Wenn wir spielerisch an die Partie in Ohe, kämpferisch an unseren Auftritt gegen Bergstedt anknüpfen, dürfte dem dritten Sieg in Folge nichts im Weg stehen.